Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Sterben, Tod und was dann…“ des evangelischen und katholischen Religionsunterrichtes der 9. Klassen reifte die Idee, Mitarbeitende des neu errichteten Hospizes aus Ingelheim einzuladen, um Informationen über das Leben der Gäste sowie über die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Menschen des Hospizes zu erhalten.
Zum Teil wussten wir schon, dass die im Hospiz lebenden Menschen Gäste sind, die in der Regel an einer unheilbaren Krankheit im fortgeschrittenen Stadium leiden.
Es war schön zu erfahren, dass im Hospiz „Sophia“ in Ingelheim die würdevolle Begleitung der Gäste sowie deren Wünsche und Bedürfnisse stets im Mittelpunkt des Handelns stehen. Als großes Vorbild für das tägliche Handeln im Hospiz gilt die Begründerin der modernen Hospizbewegung, Cicely Saunders.
Zahlreiche Fragen, die wir zuvor im Unterricht gesammelt und aufgeschrieben hatten, konnten von den drei anwesenden Personen, die im Hospiz ehrenamtlich tätig sind, beantwortet werden. Um eine bessere Vorstellung zur Aufteilung und Einrichtung eines Gästezimmers im Hospiz zu erhalten, wurden uns ein paar Fotos gezeigt, die ausführlich erläutert wurden. Mit diesem Besuch wurde uns in vertrauter Atmosphäre ein Stück Angst vor dem Sterben, dem Tod und der Trauer genommen. Die Botschaft, dass das Leben und der Tod untrennbar zusammengehören und ein würdevolles Leben bis zum Schluss möglich ist, ist ein schöner Gedanke, den wir gerne in den Alltag mitnehmen.