Aktuelle Situation

Sehr geehrte Eltern und Sorgeberechtigte,

seit dem Bekanntwerden des ersten Coronafalls an unserer Schule am vergangenen Montag informieren wir Sie aktiv über das aktuelle Geschehen per Mail (zunächst an die betroffenen Klassen und den Schulelternbeirat, in einem zweiten Schritt dann an alle Eltern) und auf unserer Homepage. Transparenter können wir nicht arbeiten. Heute wurde eine weitere Schülerin in der Klassenstufe 7 bekannt, die positiv auf das Virus getestet wurde. Leider scheint sich zurzeit allerdings das Gerücht zu verbreiten, dass die Anzahl der sich in Quarantäne befindlichen Personen auch die Zahl der infizierten Personen seien. Deshalb nochmals zur Klarstellung:

Quarantäne ist eine Vorsichtsmaßnahme und bedeutet nicht gleichzeitig, dass man das Virus in sich trägt. Aktuell sprechen wir jetzt von vier positiv getesteten Schülern. Keine Lehrkraft wurde positiv getestet.

Ich melde jeden Tag die aktuellen Zahlen an die Schulaufsicht in Neustadt. Man hat mir versichert, dass man durch ein intensives Monitoring die jeweilige Schule im Blick hat und Entscheidungen fällt (z.B. der Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht), wenn es aus der Sicht der Experten notwendig erscheint. An Schulen in Mainz und bei uns sind die Bedingungen anders als beispielsweise im Hunsrück. Ich darf Ihnen versichern, dass auch für mich nicht immer alle Entscheidungen unbedingt nachvollziehbar erscheinen, gerade auch weil sich häufig Regelungen ändern. 

Gerade in dieser für die Schule organisatorisch schwierigen Situation, in der häufig Vertretungsunterricht oder sogar der Stundenausfall für ganze Klassen angeordnet werden muss,   haben wir Verständnis dafür, wenn Sie Ihre Kinder in bestimmten Jahrgangsstufen kurzfristig vom Schulbesuch oder dem Besuch der Ganztagsschule als Vorsichtsmaßnahme abmelden. Ab der kommenden Woche, wenn auch die Lehrerinnen und Lehrer wieder in der Schule sind, sind wir wie immer aufgefordert, die Schulpflicht zu kontrollieren und einzuhalten. Deshalb bitte ich Sie (wie übrigens schon in den weitergeleiteten Dokumenten ersichtlich) folgende Dinge zu beachten:

Die Schulpflicht ist ein hohes und wichtiges Gut, gleichzeitig auch die Unversehrtheit der Lernenden bei der Ausübung des Schulbesuchs. Die Schulen in Rheinland-Pfalz, so auch unsere, verfügen über an die Corona-Pandemie angepasste Hygienekonzepte, die auf den Vorgaben der geltenden Corona-Bekämpfungsverordnung, sowie des aktuellen Hygieneplans Rheinland-Pfalz beruhen. Damit stellen die Schulen sicher, dass die Teilnahme am Präsenzunterricht auch unter Corona-Bedingungen möglich ist.

Bei besonders zu schützenden Lernenden prüfen die Schulen im Übrigen, ob Maßnahmen ergriffen werden können, dass die Teilnahme am dann sogenannten geschützten Präsenzunterricht für das betroffene Kind möglich ist, damit die Anbindung an die Schule und möglichst auch an die Klassengemeinschaft nicht verloren geht. Hier sind beispielsweise Maßnahmen wie die Erhöhung des Abstands zu den Mitlernenden oder das Tragen einer höherwertigen Schutzmaske u.dgl. denkbar.

Sollte ein behandelnder Arzt bzw. eine behandelnde Ärztin zur Ansicht gelangen, dass die Teilnahme am Präsenzunterricht dennoch nicht möglich ist, hat er bzw. sie nachvollziehbar darzulegen, welche konkret zu benennenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund des Schulbesuchs alsbald zu erwarten sind und woraus diese im Einzelnen resultieren. Im Regelfall muss der Arzt bzw. die Ärztin auch darlegen, auf welcher Grundlage er bzw. sie zu dieser Einschätzung gelangt (vgl. auch Verwaltungsgericht Neustadt, Beschluss vom 15. Oktober 2020 – 5 L 827/20.NW).

Bei aller Verunsicherung in dieser besonderen Zeit möchte ich Sie an dieser Stelle bitten, sich bei Fragen vertrauensvoll an uns zu wenden und in keine Panik zu verfallen. Ich baue weiterhin auf unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Zeiten sind für alle Beteiligten nicht einfach.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Dilly

Schulleiter